Ein Chemnitzer Schulmeister und Dichter 1873 – 1945

Thörner starb während eines Angloamerikanischen Großangriffs auf Chemnitz durch den Treffer eines Bombensplitters.
Am 06.02.1945

Bombensplitter

Leben
Der aus Chemnitz gebürtige Thörner besuchte von 1887 bis 1893 das Lehrerseminar in Zschopau. Danach war er bis 1896 als
Hilfslehrer in Bernsdorf bei Chemnitz tätig. Von 1897 bis 1899 wirkte er als Lehrer in Reichenbach Vogtland. Danach erhielt er
eine Lehrstelle an der Andre Schule (Heute Andre – Gymnasium) in Chemnitz, hier wurde er zum Oberlehrer befördert und 1936
Pensioniert. Verfasste in seiner Freizeit eine Reihe hochdeutscher Gedichte, die von seinen Zeitgenossen geschätzt, heute aber
unbekannt sind

(Wikipedia)

 

Buch

Gedichte „Sonne ich grüsse dich“ von 1921

 

Alle Gedichte © Otto Julius Thörner

Buntfrohes Geleit
zu Thörners Gedichten
Fünfzig Gedichte. Goldene Strophen, für die ich
mich lebhaft einsetzen kann. Blonde Verse, die in
Abendsternen schliefen, Liebesglut, die echt, die heilig
ist Wahrheit, Ehrlichkeit jedes Wörtlein. Lobgesang
an den Himmel, an die Erde das ganze Buch.
Befreit von der Last der „Festgedichte“. Reine
zarte Lyrik Blumenwiese in Maientagen. Alle Farben
im Kranz der Verse. Drei Titel nach dem Haupttitel.
Jeder Teil spricht sein Glück, sein Leid. Und es ist
schwer, zu richten, zu urteilen. Gib dich der Melodie
hin die dich um blüht, dem Regenbogen der Strophen,
die in dein Herz fliegen. Der Dichter fordert güte
lächelnd Andacht.
Hinter allen Gedichten steht der Mensch Thörner
selbst. Scham ist seine Ehrlichkeit. Seligkeit ihm
verstanden zu werden. Lieber Erdenweintrinker, nicht
Zecher in dionysischer Glut, aber auch ein Betender,
auch einen, der Erhörung bei blauen Sternen fand.
Sommer 1921
Rudolf Voigt
Frankenberg (Sachsen)