Wir steigen auf, weil wir den Lenz ver
muten,
wenn wild der Fluss ans braune Ufer
schlägt,
und sehn – geblendet fast – die Sonne
fluten
und dass der Hang schon grüne Seide
trägt.
Der Lenz ist da! – Du bist er! – vor dem
Gluten
schon eines Blickes wird der Wald erregt,
dass dir der Weidenbaum der Silberruten
wie Perlenschnüre um den Nacken legt!
Wir schreiten aus, bis Sternenschimmer
blinkt
und wachsend Dunkel alle Farben trinkt
und fern nur großen Künstlers Meisterschaft
den Abendhimmel heliotropen streift
und uns das Weh`n der ewigen Werde
kraft
tiefwonnenschauernd an die Seele greift!