Sonne, ich grüße dich! Alle Gebärde
irdischer Wesen erhellt sich an dir!
Lerchen wirbel und Falterfährte
tauchen dürstend in dein Revier.
Sonne, ich grüße dich! Fiebernde
Zecher,
trinken die Poren dein sprühendes Blut,
und deines Lichtes zitternde Becher,
stehen um mich die Rosen in Glut.
Meines Knabenhauptes Strähne
loderten wie dein Funken spiel.
Nächte, die ich gequält durch-sehne,
haben dein strahlendes Bild zum Ziel.
Mutterworte und blaue Blicke
eines geliebten Angesichts
alle meine heimlichen Glücke
waren das Echo deines Lichts!
Sonne, ich grüße dich! Flüche dem
Dämmer,
Hass der Wolke, die dich verhüllt!
Jubel jedem Pulses Gehämmer,
wenn dein Gewoge mir Flammen
schlemmer
meine lechzende Seele füllt.